Atelier
Was mich in meiner Kunst antreibt
Kunst ist für mich ein Raum für spielerisches Erforschen, für Wahrnehmung und für die Auseinandersetzung mit immer neuen Möglichkeiten.
Im Tun entsteht ein Zustand, in dem Raum und Zeit manchmal in den Hintergrund treten. Mich fasziniert dieser Moment des Eintauchens – wenn Farbe, Struktur, Bewegung und Intuition miteinander in einen eigenen Rhythmus finden.
Dabei geht es mir nicht darum, eine bereits feststehende Vorstellung möglichst genau umzusetzen. Vielmehr interessiert mich, was im Prozess entstehen kann, wenn Intention und Offenheit aufeinandertreffen.
Material als Ausgangspunkt
Meine Neugier gilt auch der Materialität selbst. Acrylfarbe, natürliche Pigmente, Marmormehl, Kaffee, Drucktechniken oder andere Materialien eröffnen jeweils eigene Möglichkeiten.
Jedes Material bringt eine andere Qualität mit sich: Es fließt, verdichtet sich, hinterlässt Spuren, wird transparent oder widerständig. Diese Eigenschaften beeinflussen den Prozess und führen oft in Richtungen, die nicht vorhersehbar waren.
So entstehen unterschiedliche Ausdrucksformen, die dennoch aus derselben künstlerischen Auseinandersetzung hervorgehen.
Wann ein Werk vollendet ist
Die Fertigstellung eines Bildes ist ein oft langwieriger Dialog mit dem Werk. Manchmal scheint ein Bild bereits abgeschlossen, doch beim späteren Betrachten zeigt sich, dass noch eine letzte Nuance fehlt.
Ich lasse Arbeiten deshalb bewusst ruhen und begegne ihnen nach einiger Zeit erneut. Erst wenn sich beim Betrachten eine stille Zufriedenheit einstellt und das Bild nichts mehr zu verlangen scheint, weiß ich, dass es seinen eigenen Ausdruck gefunden hat.
Die Komfortzone verlassen
Ein wesentlicher Teil meiner künstlerischen Entwicklung war die bewusste Entscheidung, vertraute Wege zu verlassen.
Das bedeutete, mich immer wieder auf neue Materialien, Techniken und Ausdrucksformen einzulassen und gleichzeitig den eigenen künstlerischen Zweifeln Raum zu geben, ohne ihnen die Richtung zu überlassen.
Gerade dieses Forschen und Experimentieren hat mich näher zu meiner eigenen intuitiven Bildsprache geführt.

