Nicht nur die Malerei ist ein wichtiger Teil meines Schaffens. Mit der Lyrik öffnet sich für mich eine weitere Ausdrucksform - ein Tanz mit dem Leben, eine Leidenschaft, die gelebt werden will.

Erlebtes und Gefühle in Worte zu verwandeln - das lässt mich atmen, träumen und schenkt mir tiefe Zufriedenheit.

  • Mein schönstes Ich

    Wo bleibst du bloß?
    Komm, zeig dich mir –
    ich brauche dich so sehr.

     Wie gestern auch –
    blühst du heute noch auf?
    So gern hätt’ ich dich heute bei mir,
    so groß ist mein Sehnen. 

    Komm – strahle für mich,
    schwebe zart,
    ich rufe dich sanft.

     Ein Hauch von gestern –
    und ich gleite dahin.

     
    © Karin Waldek, 07/2026

  • Für immer

    Abgelegt.

    Oder für immer abgelegen?

    Abgelegt - sie hat mich einfach abgelegt.

    Urlaubserinnerung.

    Luftige Leichtigkeit in mir.

    Gassen schweben schmuck dahin.

    Fasziniert entdeckt.

    Nie wieder loslassen hieß es einst.

    Für immer begleiten sollte ich.

    Zart, aber auffallend.

    Goldschimmernd und schwarz im Zentrum.

    Und doch - einfach abgelegt.

    © Karin Waldek, 08/2026

  • Etwas und Nichts

    Was bleibt von dem, was war?

    Und was kommt von dem, was bleibt?

    Bleibt immer etwas,

    auch wenn gar nichts war?

    Oder war meist etwas,

    von dem nicht viel bleibt?

    Doch bleibt bloß ein Teil von dem, was war,

    war dann dieses Etwas auch wirklich wahr?

    Kommt je etwas von dem was bleibt und

    bleibt dieses Etwas unverändert?

    Oder verändert einen das, was war, 

    und bleibt dann doch oft mehr als Nichts?

    © Karin Waldek, 10/2026