Nicht nur die Malerei ist ein wichtiger Teil meines Schaffens, auch die Lyrik ist für mich ein eigener Tanz mit dem Leben - eine Leidenschaft, die gelebt werden will.

Erlebtes und Gefühle in Worte zu verwandeln, das lässt mich atmen, träumen und schenkt mir tiefe Zufriedenheit.

  • Verflüchtigter Glanz

    Es erdrückt mich, es erdrückt mich so sehr, so sehr.


    Sehen sie es nicht?
    Sehen sie nicht, wie bezaubernd sie sind?
    Nein, halt - denn der Zauber hat sich verflüchtigt.

    Die letzte Nacht, als der Schlaf mich wieder sanft an sich zog,
    da war er wieder da - ihr natürlicher Glanz.
    So wie er einst jeden begleitete, vom ersten Atemzug an.


    So selbstverständlich war dieser Glanz, einfach präsent,
    ohne sich groß aufzudrängen.
    Gleich der Sonne am Morgen,
    wenn ihr zartes Licht ein Gesicht küsst.
    Ohne es wirklich zu bemerken, fühlt man diese Schönheit, so tief in sich, und doch so vertraut, dass es keine Worte dafür braucht.

    © Karin Waldek, 06/2026



  • Mein schönstes Ich

    Wo bleibst du bloß?
    Komm, zeig dich mir –
    ich brauche dich so sehr.

     Wie gestern auch –
    blühst du heute noch auf?
    So gern hätt’ ich dich heute bei mir,
    so groß ist mein Sehnen. 

    Komm – strahle für mich,
    schwebe zart,
    ich rufe dich sanft.

     Ein Hauch von gestern –
    und ich gleite dahin.

     
    © Karin Waldek, 07/2026